CATalonia

Mehr Info zu "Blinde Katze - na und?" Mein persönlicher Erfahrungsbericht


ist eigentlich gar keine Spanierin, sondern Griechin ;-) Aber von vorne...

Petra von Kopp von der Tierschutzgruppe Rüppurr hatte vom Verlust meines Silvesters erfahren und fragte mich daraufhin Mitte Januar, ob ich mir nicht vorstellen könnte, einer 7 Monate alten blinden Katze ein zuhause zu geben. Ich war zunächst etwas zögerlich, schließlich hate ich keinerlei Erfahrung und wusste nicht, was auf mich zukommen würde - eben ob eine blinde Katze spezielle Pflege braucht, ich die Wohnung anpassen oder was ich sonst noch beachten müsste.

Ich habe dann im Internet recherchiert und wurde schnell fündig auf den Seiten von Eva´s Gemüsetopf, www.blinde-katzen.de sowie der Luna-Hilfe, dem Forum für behinderte Katzen.

Nach den Geschichten und Eindrücken war schnell klar, dass blinde Katzen prima zurechtkommen und eine hohe Lebensqualität besitzen. Ausserdem ist es durchaus sinnvoll, eine blinde Katze mit anderen zu vergesellschaften, damit sie sich bei  Abwesenheit der Dosenöffner an anderen Fellnasen orientieren kann  - und davon habe ich ja bereits reichlich ;-).





So wurde CATalonia dann bereits am 31. Januar 2006 von der Pflegestelle Caterina Gioftsali aus Chalkidiki nach Stuttgart eingeflogen. Aufgrund der Behinderung hattee ich ein eingeschüchtertes Kätzchen erwartet, das aufgrund der neuen Umgebung erstmal verstört und zurückhaltend in der Ecke sitzt und viel Zeit braucht, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen....so kann man sich irren ;-).

Ich habe nämlich nicht schlecht gestaunt, als die kleine schildpattfarbene Maus sofort nach Ihrer Ankunft sehr zutraulich und verschmust war und sofort anfing, das Zimmer zu erkunden. Nach nur einem Tag sprang sie bereits über den Schreibtisch auf die Fensterbank hoch, und nachdem die Blutests alle negativ waren und sie nach 3 Tagen mit den anderen Monstis Bekanntschaft schließen durfte, hat sie sofort die ganze Wohnung inspiziert. Sofas, Bett und Stühle wurden sofort besprungen, und nach und nach hat CATalonia "treppchenweise" viele Möglichkeiten gefunden, Höhenunterschiede zu überwinden. Dabei orientiert sie sich einerseits am Tastsinn, andererseits an meinen Geräuschen (z.B. Klappern auf der Küchenzeile sagt aus, dass es da irgendwie hoch gehen muss) und natürlich den anderen Katzen - schon nach einem Tag war sie ganz selbstverständich Joshua ganz nach oben auf den Kratzbaum gefolgt :-). Apropos Joshua: CATalonia hat sich mit meinem griechischen Sonnenschein gleich angefreundet (wer kann ihm schon widerstehen ;-) und die beiden sind nun unzertrennlich :-).



Zu Ihrer Krankheitsgeschichte kann ich nur Vermutungen aufstellen - da CATalonia beide Augäpfel fehlen hatte sie wahrscheinlich als Babykätzchen einen Katzenschnupfen. Als Pflegemama Caterina sie in Griechenland auf der Strasse fand fehlten bereits beide Augen. Ich gehe davon aus, dass CATalonia wahrscheinlich nie sehen konnte und das auch erklärt, warum sie so prima klar kommt - eben weil sie es nicht anders kennt. Auf jeden Fall ist sie eine aussergewöhnliche kleine Katzendame: verspielt, verschmust, zutraulich, mutig und ein richtig wilder Feger :-)





...und woher kommt nun der Name CATalonia? Nun, abgesehen vom Wortstamm ist es eine Hommage an meine neuen katalonischen "Schwestern" (CATalan Sisters ;-), die ich in den letzten Monaten mehrfach besucht habe (und umgekehrt)...